Ferien auf der Skipiste oder am Adriastrand?
Auf dem See von Bled bewegt man sich mit „Pletnas“ fort, die venezianischen Gondeln ähneln, aber mit zwei Rudern ausgestattet sind. Eine Fahrt hinüber zur Wallfahrtsinsel „St. Maria im See“ gehört zum erholsamen Pflichtprogramm für jeden Bled-Urlauber. Schon im frühen Mittelalter befand sich hier eine frühslawische Kultstätte. Heute ist die Insel besonders bei Brautpaaren beliebt. In Bled wird die Braut nicht über die Schwelle, sondern 100 Stufen zur Kirche hochgetragen.
Hoch über dem See, auf dem Scheitel eines mächtigen Felsens, wacht die Burg von Bled über das Tal. In einem der Türme befindet sich eine kleine Druckerwerkstatt. So wie Gutenberg vor über 500 Jahren seine ersten Bücher druckte, können sich heute die Touristen ihren Namen setzen lassen. Und wenn der Meister guter Laune ist, darf man ihm bei seiner Arbeit sogar helfen.
Viel älter als der Buchdruck und die kleine Werkstatt ist die Burg selbst. Als die Brixener Bischöfe sie vor eintausend Jahren übernahmen, stand oben auf dem Fels nur ein Wehrturm. Der Besitz wurde mehrfach erweitert und nach zwei Erdbeben im 16. und 17. Jahrhundert komplett umgebaut. In den alten Gewölben lagern edle Tropfen, die bis heute nach alter Tradition mit dem Säbel geöffnet werden.





